‘Satire‘


BART-Fragen – gegen den Strich gebürstet

Hockten bärtige Götter schon
zwischen den Säulen im PARThenon?

Wurden Griechen gleich ganz panisch,
kam ihnen ein SPARTaner spanisch?

Ob Töne der BARDen so grausam klangen,
weil sich ihr Haar in der Harfe verfangen?

Warum LangoBARDen so herzhaft fluchten,
wenn in der LomBARDei sie nach Beute suchten?

Jagten Walfänger einst auch einmal
ganz BARTlos nach dem BARTenwal?

Geierten BARTlose Jäger auf Eier
in den Nestern der BARTgeier?

Schleichen BARTlos die BARTagamen
zu ihren BARTagamendamen?

Ob Theologen sich wohl ernsthaft fragen,
warum BARTholomäus BART getragen?

Weshalb Experten sich mit der Frage quälen
ob B-Movies wohl zu B-ART zählen?

Warum sorgt bei Lactoseunverträglichkeit
ein MilchBART doch nicht für Heiterkeit?

Bescherte das „i“ mitten im BARiTon,
als Gickser ihm den falschen Ton?

Gab der Gruß an Bärtige in Tasmanien,
HoBART seinen bärtigen Namen?

Gehört’s für Bärtige zum guten Ton,
BARTlosen zu geben PARTout kein PARDon?

Hat ein weiblicher BARTender Durst,
mutiert er dann zu Conchita Wurst?

Dieses Wissen ist BARTträgern nicht exklusiv,
auch Menschen mit DamenBART schürfen oft tief!


bart

Des gehd auf kan Biadeggl

Übaflüssigs

So wia di Athena sogn,
das ma eana kane Euln bringan soin,
sog i, a noch Ottakring brauchd ma ka Bia drogn.

Rednsoat

Zu an Buagnlandler und an Wachauer
kaun i schlechd sogn: des is dei Bia!
Do muas ma scho an Wein nemma.

Oatsfremd

Wem ma jemaund aum Münchna Oktobafest
reinan Wein eischenkn wü,
daun muas ma damid a rechna,
das ea an a Måß auf’n Schädl haud.

Fögriff

Waun a echda Weindrinka
amoi Schaum vorm Mund hod,
daun hod ea woascheinlich
des foische Glasl dawischd.

Menganleere

Waun i Bia drinkn wü,
daun is ma a Flaschl zwenich.
Drum kauf i mia’s Bia
imma glei kistenweis.
Oda wia die Deitschn sogn: an Kostn!


Veröffentlich in DUM – das ultimative Magazin, No.: 82/2017, BIER – Vom Fass bis Ottakring, S. 19.

Frosch.Grün

frosch-gruen

 

Ich bin ganz grün und bin so frosch.
Mein Kühlschrank ist ein großer Bosch®,
in den hab‘ ich den Storch gesperrt,
damit er mich nicht gleich verzehrt.

So kann in Ruhe ich jetzt laichen
und lass danach ein Jahr verstreichen.
Dann ist mir’s Leben einerlei
und geb’ den Storch schon wieder frei.


[Verzeichnis der Texte]





© Werner Stangl Linz 2017