‘Satire‘


Des gehd auf kan Biadeggl

Übaflüssigs

So wia di Athena sogn,
das ma eana kane Euln bringan soin,
sog i, a noch Ottakring brauchd ma ka Bia drogn.

Rednsoat

Zu an Buagnlandler und an Wachauer
kaun i schlechd sogn: des is dei Bia!
Do muas ma scho an Wein nemma.

Oatsfremd

Wem ma jemaund aum Münchna Oktobafest
reinan Wein eischenkn wü,
daun muas ma damid a rechna,
das ea an a Måß auf’n Schädl haud.

Fögriff

Waun a echda Weindrinka
amoi Schaum vorm Mund hod,
daun hod ea woascheinlich
des foische Glasl dawischd.

Menganleere

Waun i Bia drinkn wü,
daun is ma a Flaschl zwenich.
Drum kauf i mia’s Bia
imma glei kistenweis.
Oda wia die Deitschn sogn: an Kostn!


Veröffentlich in DUM – das ultimative Magazin, No.: 82/2017, BIER – Vom Fass bis Ottakring, S. 19.

Frosch.Grün

frosch-gruen

 

Ich bin ganz grün und bin so frosch.
Mein Kühlschrank ist ein großer Bosch®,
in den hab‘ ich den Storch gesperrt,
damit er mich nicht gleich verzehrt.

So kann in Ruhe ich jetzt laichen
und lass danach ein Jahr verstreichen.
Dann ist mir’s Leben einerlei
und geb’ den Storch schon wieder frei.


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Neues Übel für Herrn Kübel?

kuebel-rotweissrot-band

Herr Kübel zeigt uns grad den Rücken,
denn Männer kamen früh am Morgen,
den Platz mit rotweißrotem Band zu schmücken.
Herr Kübel macht sich darob Sorgen.

Für wen entsteht hier ein Revier?
Herr Kübel fragt sich leis: Wozu?
Gilt es dem Hause, gilt es mir?
Und landet bald ein Kakadu?

Insgeheim mag Kübel hoffen,
Frau Rosa Sofa käm’ zurück …
Nein: lassen wir das lieber offen,

denn meist zerstört des Lebens Glück,
wenn Hoffnungen nicht eingetroffen.
An Elefanten Statt‘ kommt eine Mück’.


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© Werner Stangl Linz 2017