Fremd

In der Geschäftigkeit des Alltags
versteckst du deine Leere,
suchst in der Jagd nach Neuem
die Wahrheit deiner Illusionen.

Du hängst die alten Bilder
der längst vergangnen Tage
in die Wohnstatt deiner Träume
und hoffst darin dich selber zu entdecken.

Zu spät wirst du erkennen,
dass du auf deinem Weg verloren den Gefährten,
der allem Schmerz zum Trotz dein Leben war.

Und unter all den grellen Lichtern,
die dir verheißungsvoll entgegenleuchten,
wirst du dir selber fremd und fremd dem Leben.

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Fremd

© Werner Stangl Linz 2017