Ungeschriebenes und Unschreibbares … (2010)

Ich suche nach den Worten
für dein Königinnentum
für dein Schreiten
für das Feuer deiner Haare
für das Neigen deines Kopfes
für das Zögern deiner Lippen
für das Lächeln deiner Wangen

–oo-o-o-oo–

Ich hör nicht mehr,
wenn du sprichst,
die Worte werden mir zur Melodie des Herzens.

–oo-o-o-oo–

Das Publikum applaudiert
dem Sentiment,
im Ausklang träumt der Abend von …

–oo-o-o-oo–

Der Schnee des Winters
gibt die Wiesen frei
doch nicht dein Herz.
Tief ruht es
erdrückt von den Gedanken.
Die Erinnerung
brdet neues Eis
genährt aus der Wiederholung des Alten.
Du hast es aufgegeben,
dass es jemals wieder
frei schlagen wird.
Sentimentalität
ist dir so fern.

–oo-o-o-oo–

Warum quäle ich mich immer wieder
dich zu erreichen?
Ich laufe gegen eine Mauer
die du irgendwann einmal
zum Schutz dir bautest,
zum Schutz vor dem Leben,
vor mir?
Und ich laufe gegen diese Wand,
du umgibst dich mit Freundschaften
zum Schutz vor den Menschen.

–oo-o-o-oo–

Der Tag verspricht dir nichts,
er lebt dich
und trägt dich durch die Stunden.
Was ist Zeit?
Sie trägt dich nicht,
kannst sie nicht halten …

–oo-o-o-oo–

Du läufst bis ans Ende der Welt,
um vor dir selber zu fliehen,
und findest doch dort
nur dich selber,
abgehetzter und ängstlicher
als vor deiner FLucht …

–oo-o-o-oo–

… ::: Fragmente

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Ungeschriebenes und Unschreibbares … (2010)

© Werner Stangl Linz 2017