Verzeih, mein Herz

Verzeih, mein Herz, verzeih,
wenn ich dich jetzt in Fesseln schlage,
einschließ‘ in das Verlies verlor’ner Träume
in meiner düsteren Gedankenburg.

Tilg‘ aus in dir die Spuren ihrer Worte,
die dich an eure Liebe glauben ließen,
die Hoffnung ist zerbrochen an den Klippen
der Angst, die euch von Anbeginn Gefährtin war.

Verzeih, mein Herz, verzeih,
wenn du in dieser Dunkelheit zerbrichst,
die Mauern schützen vor dem Licht der Sehnsucht,
vor ihrem Bild, um das du deine Tränen weinst.

Such‘ Ruhe in der Stille deines Kerkers
und vor dem Rasen deiner Leidenschaft,
damit dein Feuer keine neue Nahrung findet,
dich und die ganze Welt in Flammen setzt.


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Verzeih, mein Herz

© Werner Stangl Linz 2017