Forget the mirrors

Für C.

Wenn du des Nachts in ein Café gehst,
Gehüllt in Licht, umgeben von Leben,
Vergiss die Spiegel, die an der Wand hängen,
Stumm und groß, die alles erzählen,
Von Lippen, die lachen, und Herzen, die schweben,
Von verstohlenen Küssen und nächtlichem Wissen,
Von Tränen, die in stille Stunden fielen,
Und von Meeren, die das Gewicht von Blumen tragen.

Vergiss den Lärm, vergiss das Warten,
Die Fragen, die dich jagen und dein Schicksal befragen,
Die Stille fließt in deinen Gezeiten,
Wo die Liebe wild wächst, wo sie sich versteckt.
Das Segel wird deine Wünsche fangen,
Und dich dorthin tragen, wohin du dich sehnst.
Solange du den Mond über dir liebst,
Wird er dich auf den Flügeln der Liebe tragen.

Das Meer bist du selber, deine Seele die Wellen,
Ein Segel kommt zu dir, es sehnt sich nach Liebe,
Es ergreift die Sehnsucht, die tief im Inneren wacht,
Nimm sie sanft, lass sie die Führerin sein,
Und segle auf strahlenden Sonnen davon,
Solange dein Mond Teil deines Traums ist.

Und wenn du auf leisen Schwingen segelst,
Wirst du den Wind hören und was er singt,
Die Wellen werden tragen, was du losgelassen hast,
Die Liebe wird dich finden, wohin du auch fliegst.


Als Songtext: Forget the mirrors

Gedicht und Songtext entstanden nach Bildern aus dem gleichnamigen Gedicht „Vergiss die Spiegel“ von Albert C. Eibl aus dem Gedichtband „Mond und Meereswoge„, 2025 erschienen im Wieser Verlag.

Bild: Detail einer Aquarell-Demo von Chien Chung-Wei.