Das Beet vor dem Haus
hat gierig getrunken,
aus der glitzernden Krume
steigt der Geruch der Kindheit.

In der Öllacke auf der Straße
badet ein Regenbogen
und schmückt das Aufatmen
für das abendliches Fest.

Auf dem Dach versammeln sich
verspätete Tropfen
und klopfen von der Traufe
ihr allmähliches Verstummen.

Die Schwalben zerschrillen
die Zeit bis zum Abend.
An den Splittern der Gedanken
funkeln vergessene Perlen.


Veröffentlicht in der Alberndorfer Anthologie Nr. 12, Verlag Freya, Linz, 2020.