„GOTT und die WELT“-Rap

be-re’schît bârâ‘ ‚älohîm ‚et hasch-schâmajim we-‚et hâ-‚âräz
Hat GOTT die Fäden gezogen? Kosmische Strings?
Gestrickt? Gesponnen.
Orthografisch zwei G: ‚älohîm
Kollektives Spinnen?
Virtuelle Stringspaltereien.
Bastelstunde mit Higgs-Bosonen.
Warum GOTT und die WELT?
Konjunktionistisch: Mitgehangen, mitgefangen?
WELT mit Geschlechtswort, GOTT geschlechtswortlos.
Genderei von Anbeginn?
GIn oder GInnen.
Also: warum UND?
GOTT plus WELT ist Alles?
GOTT minus WELT? Alles Nichts?
Nichts nichtet; bekanntlich.
Allest alles? Alles allest? In der Raum-Zeit-Krümmung: Unendlich?
Singularitätisch macht GOTT mal WELT Sinn: Eins.
GOTT durch WELT? Homolog!
Eins! Nothing else: Eins!
Werbepausenfüllender ORF. PR für Monotheismus.
G wie Goethe (bitte ankeuzen): Im Anfang war …
der Sinn,
das Wort,
die Tat,
die Kraft.
Allmächtiger! Zwei Buchstaben: Genesis dekonstruiert.
Bur-Malottke eliminiert GOTT durch Dr. Murke.
– GOTT -? Parenthetisch?
(G)? Geklammert?
Klammern gehen gar nicht.
GOTT ausklammern?
Was hält die WELT zusammen?
GOTT ist Element von WELT
Doch eher GOTT ist nicht Element von WELT.
Vielleicht: GOTT ist Teilmenge von W
Schöpfungsdefinition: GOTT daraus folgt WELT
Eher doch: WELT ohne GOTT
Woher – zum Teufel – kommt der Teufel?


In: Gott und die Welt. Landstrich 2014, S. 76-77. Original!


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„GOTT und die WELT“-Rap

© Werner Stangl Linz 2017