Nun saß sie an meinem Tisch.
Und war so weit entfernt
wie an den seltenen Tagen,
an denen sie allein an einem anderen saß.

Um sie lag ein Schatten,
als hätte das Licht beschlossen,
mit ihr eine andere Sprache zu sprechen.

Es war, als müsste alles ringsum
zuerst verstummen,
bevor der Augenblick
seine Schwelle überschreiten durfte.

Sie trägt eine zweite Haut,
zwischen sich und der Welt,
als wäre sie dazu bestimmt,
nie ganz anwesend zu sein.

Ein Wort, ein Blick, eine Geste –
alles kostet sie mehr Kraft
als andere ein ganzer Tag.

Ihr Körper ist vorsichtig geworden,
jede Bewegung muß mit ihm verhandelt werden.

Von manchen Menschen geht etwas aus,
das sich jeder Erklärung entzieht.
Sie lehren, dass nicht alles, was uns berührt,
dafür bestimmt ist, verstanden zu werden.

Sie bleibt für mich eine Frage,
die sich zwischen zwei Begegnungen setzt …
Antworten wohnen nicht immer dort,
wo wir sie suchen.

Zwischen zwei Begegnungen


Dieses Gedicht ist die Grundlage für den Songtext „Between Two Meetings„.