Die zweite Blüte der Rosen
trägt in ihren Knospen
ein neues Versprechen,
leiser und schmuckloser,
ohne das drängende Bersten
des frühen Sommers.
Inniger.
Wissend um Vergehen und Wiederkehr,
den Kreis von Hoffnung und Illusion,
ruht sie, demütig geworden,
im Schmuck der späten Sonne,
gelassen das unverhofft Geliehene
aufzunehmen in das schmale Register
der kostbaren Stunden:
Zu sein.


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