Schnee.Decke
Der Schnee ist gnädig und deckt die Wunden im Land der leergeträumten Seele. Das samt’ne Weiß vermag jedoch nur kurz den Blick zu täuschen, das Herz verspürt die Brache, die…
Der Schnee ist gnädig und deckt die Wunden im Land der leergeträumten Seele. Das samt’ne Weiß vermag jedoch nur kurz den Blick zu täuschen, das Herz verspürt die Brache, die…
Der Abend fragt dich nach dem Tag, er fordert Antwort auf die Fragen, die du im Lärm des Tages überhörtest — oder nicht hören wolltest. So fließt dein Leben in…
Du legst nun auch in diesem Jahr in die Kommode deines Lebens das Wenige, das kostbar war, und gar so Vieles, das vergebens. Wie gerne schlössest du in das Vergessen…
Langsamer gehen nun die Tage durch das Land, der Strauch der gelben Rosen wagt noch einmal seine Pracht. Der kühle Duft des Abends ahnt die nahe Stille. Der Blick zurück…
Polyphonien schaukeln von Wand zu Wand, klingelnde Einwürfe von Porzellan und Glas auf den metallenen Tabletts. Das Schnarren der Stühle über dem knarrenden Baß des geteerten Parkettbodens, Flügelschlagen der Gazetten…
Zwischen den Zeilen schwingender Raum für das, was übrig bleibt aus janusköpfigen Worten Resonanzkörper des Schweigens Zwischen den Worten die Stille in der die Zeit atemlos innehält und sich nach…
Ich hab die Rose nicht gebrochen damit sie unsrer Liebe wegen nicht verdorrt. Ich hab nur lang an ihr gerochen und ließ sie stehn an jenem Ort, dass sie von…
An manchen Tagen stirbt die Zeit, mit ihr die Götter, die sie stumm begleiten. Dein stetes Sein zerfällt in tausend Zweifel, und aus den Scherben formen sich Chimären. Auch die…
Ich gleite durch den Tag hindurch. Das Leben atmet mich, die Gegenwart fließt unmerkbar in eine unersehnte Zukunft. Nichts hat Bestand, die ewig gleiche Wiederkehr des Gestern. Was früher ein…
Der Himmel über unsrem Platz wölbt sich zu einem Bogen, der Wort und Blick bewahrt vor jener andren, fremden Welt. Die Welt da draußen ist so fern. Mit ihr verstummt…
Ich strecke meine Hand nach meinen Träumen aus, nach alten, leergelebten Bildern, um neu sie mir zu ordnen, doch sie zerbrechen in tausend Augenblicke, die keine Ordnung kennen und keine…
Ich taste mich in meiner Dunkelheit von Tag zu Tag, erwarte nichts, bin ohne Hoffen. Die trägen Nebel des nächsten Morgens gewähren Schutz vor Ungewissem. Nur manchmal, wenn ein Strahl…
Für G. Am Rande unsres Weges tummeln sich die Illusionen wie die geschwätzigen Möwen am abendlichen Pier. Wenn wir ihnen nahe kommen, fliegen sie ängstlich auf und kreisen suchend über…
Dir ein Augenblick zu sein, in dem du dich erkennst als Lebenssehnender. Dir ein Ort zu sein, wo du als Weltverlorner dich selber findest. Dir ein Licht zu sein, das…
Für dich zu sein, das was du suchst, Gefäß für deine Tränen und dein Lachen, ein sich’res Lager, in das du deine Müdigkeit des Alltags bettest. Ein klarer Spiegel dir…
Wir greifen nach dem Leben und dem, was bleiben soll, doch was wir hoffen zu besitzen, entgleitet unsren Händen. Ohnmächtig sind wir, die Flut der Zeit zu bannen, die Ufer…
Nachtbeladen tanzen die Tage an deinem Leben vorüber. Willst du sie halten, entgleiten sie deinen Händen. Die einen haben für dich noch ein schelmisches Lachen, die anderen spotten deiner kindlichen…