The autumn light was fading,
the room was still and cold.
Outside the restless branches
were dancing in the wind.

He turned his eyes toward the window,
a quiet smile appeared.
He whispered just three simple words:
„A perfect day for kites.“

I remembered fields behind our town,
the wind against my face,
a little kite of crimson cloth
rising into space.

I thought that I was flying it,
I never understood—
someone else’s steady hands
were holding through the wind.

Now I hold the line,
now I face the sky.
The hands that once guided mine
still teach me how to fly.

The red kite climbs,
higher every year.
Love never leaves the earth—
it only changes hands.

After he was gone,
I found it in the dust.
Faded cloth and weathered wood,
patched with patient love.

Every stitch a memory,
every scar a storm,
every careful mended place
a promise to go on.

Time can steal the voices,
time can bend the years.
But some quiet traditions
outlive all our fears.

You don’t inherit only names,
or photographs to keep.
Sometimes all you’re given
is the wind beneath your feet.

Now she holds the line,
I stand just behind.
The hands that once guided mine
are living here in mine.

The red kite climbs,
just like long ago.
Love never leaves the earth—
it simply learns
where next to blow.

The red kite climbs…
and so do we.



Soongtext nach der Short Story Der rote Drachen.
Musik: Sumo

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Rückübersetzung

    Das herbstliche Licht verschwand langsam,
    im Zimmer herrschte Stille und Kälte.
    Die unruhigen Zweige
    tanzten draußen im Wind.

    Er wandte seinen Blick zum Fenster,
    ein leises Lächeln huschte über sein Gesicht.
    Er flüsterte nur drei einfache Worte:
    „Ein perfekter Tag zum Drachensteigen.“

    Ich erinnerte mich an die Felder hinter unserer Stadt,
    den Wind in meinem Gesicht,
    einen kleinen Drachen aus purpurrotem Stoff,
    der in den Himmel stieg.

    Ich hatte geglaubt, ich würde ihn steuern,
    doch ich habe es nie verstanden –
    die ruhigen Hände eines anderen
    hielten ihn fest, gegen den Wind.

    Jetzt halte ich die Schnur,
    jetzt blicke ich zum Himmel.
    Die Hände, die einst meine führten,
    lehren mich noch immer, wie man fliegt.

    Der rote Drachen steigt empor,
    jedes Jahr höher.
    Die Liebe verlässt die Erde nie –
    sie wechselt nur den Besitzer.

    Nachdem er gegangen war,
    fand ich ihn im Staub.
    Verblasstes Tuch und verwittertes Holz,
    geflickt mit geduldiger Liebe.

    Jeder einzelne Stich eine Erinnerung,
    jede Narbe ein stürmischer Tag,
    jede sorgfältig geflickte Stelle
    ein Versprechen, nicht aufzugeben.

    Die Zeit kann die Stimmen rauben,
    die Zeit kann die Jahre verbiegen.
    Doch manche stillen Erinnerungen
    überdauern all unsere Ängste.

    Man erbt nicht nur Namen
    oder Fotos zum Aufbewahren.
    Manchmal ist alles, was man erhält,
    der Wind unter den Füßen.

    Jetzt hält sie die Schnur,
    ich stehe direkt hinter ihr.
    Die Hände, die einst meine führten,
    leben hier in meinen fort.

    Der rote Drachen steigt empor,
    wie vor langer Zeit.
    Die Liebe verlässt die Erde nie –
    sie lernt einfach,
    wohin sie als Nächstes ziehen soll.

    Der rote Drachen steigt empor …
    und wir mit ihm.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.