Versäumt
Ich strecke meine Hand nach meinen Träumen aus, nach alten, leergelebten Bildern, um neu sie mir zu ordnen, doch sie zerbrechen in tausend Augenblicke, die keine Ordnung kennen und keine…
Ich strecke meine Hand nach meinen Träumen aus, nach alten, leergelebten Bildern, um neu sie mir zu ordnen, doch sie zerbrechen in tausend Augenblicke, die keine Ordnung kennen und keine…
Ich taste mich in meiner Dunkelheit von Tag zu Tag, erwarte nichts, bin ohne Hoffen. Die trägen Nebel des nächsten Morgens gewähren Schutz vor Ungewissem. Nur manchmal, wenn ein Strahl…
Für G. Am Rande unsres Weges tummeln sich die Illusionen wie die geschwätzigen Möwen am abendlichen Pier. Wenn wir ihnen nahe kommen, fliegen sie ängstlich auf und kreisen suchend über…
Dir ein Augenblick zu sein, in dem du dich erkennst als Lebenssehnender. Dir ein Ort zu sein, wo du als Weltverlorner dich selber findest. Dir ein Licht zu sein, das…
Für dich zu sein, das was du suchst, Gefäß für deine Tränen und dein Lachen, ein sich’res Lager, in das du deine Müdigkeit des Alltags bettest. Ein klarer Spiegel dir…
Wir greifen nach dem Leben und dem, was bleiben soll, doch was wir hoffen zu besitzen, entgleitet unsren Händen. Ohnmächtig sind wir, die Flut der Zeit zu bannen, die Ufer…
Ist das Gras erst frisch geschnitten, wird's von uns sogleich durchschritten, denn im hohen wir nie wissen, wo die Hunde hingeschissen.
Nachtbeladen tanzen die Tage an deinem Leben vorüber. Willst du sie halten, entgleiten sie deinen Händen. Die einen haben für dich noch ein schelmisches Lachen, die anderen spotten deiner kindlichen…
Die Sonne spielt im Wasser mit den Wolken, zeichnet mit ihnen tausend Gesichter; helle mit klarer, offener Stirn und dunkle, fremde mit Geheimnissen. Eh du sie enträtselst verwandelt sie diese…
Wohin bettest du am Abend die Erinnerungen? Wo ordnest du die Bilder des leergelebten Tages? Wann verstummen jene Worte, die ohne Widerhall dir blieben? Leere ruht in deinen Händen, und…
Die Sonne kopiert das flüchtige Bild der Wolken auf das unbekannte Land. Im Spiel von Licht und Schatten setzt sie Akzente - enthüllt, verbirgt, entlarvt - und schreibt schablonenhaft vom…
Die Zeit spannt ihren Bogen vom Morgen bis zum Horizont. Sekunden, Stunden, Tage, Jahre, sie täuschen dich in ihren wohlgeformten Reihen, sind austauschbar. Ihr Schreiten gaukelt Fortschritt. Doch alles Wiederholung.…
Der Regen hat mitten auf dem Weg einen Spiegel hinterlassen. Leer liegt der Himmel darin und ohne Versprechen. Der späte Wind zerbricht ihn und läßt Chimären auf ihm tanzen. Und…
Die letzten Kastanien haben ihre Kerzen angezündet, das sich nach Sonne sehnende Grün des Frühlings wich dem kühlen Oliv eines frühen Sommers. Die Liebenden des Mai auf den Bänken im…
Auf dem Weg zum Männerklo beim Jamek hängt ein Huchen. Der ist des Lebens nimmer froh, man hört ihn auf den Angler fluchen. Ein Gleiches Auf dem Weg zum Herrenklo…
Der Raum füllt sich mit Buch & Staben, sie suchen einen - zum Rasten. Wer will die vielen , , , , haben? Vielleicht der alte Setz & Kasten? Schon…
Die Erinnerung ist eine Schwester der Nacht, die Zeit vermählt in ihr sich mit dem Raum. Das Gestern überholt den Morgen und zeichnet Bilder aus deiner Sehnsucht. Der Tag trägt…