Wasser.Leichen
Auf der Donau schwimmen Wasserleichen, diese aufgeduns'nen, bleichen, denen Gase schon entweichen. 's ist ein Treiben ohnegleichen! Tage werden noch verstreichen, eh' sie das Tote Meer erreichen. Um die Bilanzen…
Auf der Donau schwimmen Wasserleichen, diese aufgeduns'nen, bleichen, denen Gase schon entweichen. 's ist ein Treiben ohnegleichen! Tage werden noch verstreichen, eh' sie das Tote Meer erreichen. Um die Bilanzen…
Wer hatte uns die Zeit geschenkt? Dieses Leben, dieses unendliche Leben. Voll Kraft und ungestüm füllten wir die Seiten. Was wir begannen, war ein Entwurf der Möglichkeiten. Viele Seiten vor…
Kein Mensch ist aus sich selbst. Drum weine nicht um jene, die du verloren. Ein Mensch lebt nur aus denen, die seiner gedenken, sei es aus Liebe oder Zorn. So…
Die Tür ist offen. Ein Schritt trennt uns, ein Schritt für Mutige. Es zögert nicht das Herz – es stürmte voran ins Paradies – es sind die Fesseln des Verstandes,…
w.s. scripsit, 1965 1 geh den weg, den dir ein blinder weist, denn deine augen lügen; die farben zeichnen nicht den unterschied, sie sind nur traum. hör nicht die worte,…
w.s. scripsit, 1966 man kennt sich erst seit ein, zwei wochen, ist schon per du, doch durchaus sie-lich, es ist das eis noch kaum gebrochen, doch man ist glücklich, denn…
Ein jeder Tag ist wie ein erstes Mal®, wenn sich dein Lächeln im Näherkommen strahlend für mich entfaltet. Schon die Erwartung durchbrach mir die Alltäglichkeit, doch das Vorweggenommene, Ersehnte, wird…
Deine Liebe ist mein Schlüssel für die Welt. Ohne deinen Blick bleibt mein Auge blind, ohne deine Stimme erschließt sich mir kein Wort, ohne dein Lächeln verstummen die Menschen ringsum.…
Im verstummten Teil des Gartens, nah an seiner Grenze, steht ein alter Baum, müde noch vom Widerstand gegen die Stürme des letzten Jahres. Schatten der Erinnerung sind eingebrannt in seine…
Die Heimat ist kein Ort, schmückt sich mit keinem Namen. Sie ist nicht dort, wo man dich braucht, sie ist im steten Werden, wo man dich liebt. Nicht Brief und…
Meine ersten Begegnungen mit der „Freude“ waren ausschließlich solche, in denen ich sie anderen „machen“ sollte, vorwiegend Erwachsenen, insbesondere meinen Eltern. Etwa wenn meine Mutter sagte: „Du könntest mir eine…
w. s. scripsit, 1970. geliebte, als du gegangen bist hast du etwas bei mir vergessen: ein unaussprechliches etwas, vielleicht ein atemzug zwischen gestern und morgen, vielleicht ein leises wort zwischen…
Joe & Jay rapp’n Ö.B.B. 'S is zehn noch via trink’n schnö a Bia. I phone noch z'aus, da Soft is aus. Let’s hop ’n' pray im Mai ka Schnee.…
Zögernd noch sind deine Schritte in einem neuen, fremden Land. Der karge Weg des Pilgers ist einsam unter all den Menschen. Du warst in deiner Heimat dir selber fremd geworden…
Das Gelb schweigt brennend in den Sträuchern, das Rosa schläft noch in den winterlichen Ästen, und alle andern Farben träumen in den Wiesen. Ein jeder Augenblick ist ein Versprechen, ein…
Das Fass mit altem Wein ist leergetrunken, die leergeträumte Nacht versinkt im Grau des Morgens. Die Ungeduld ist noch ein Ahnen, noch schweigt das Land. Kalt liegt die Sonne über…
Auf den kargen Stunden, die uns das späte Leben schenkt, ruht ein Glanz der Ewigkeit. Das leergetrunkne Glas der Hoffnung füllt zögernd sich mit Träumen. Wenn auch das Schicksal ihre…