Silvester.Komm.Ode
Du legst nun auch in diesem Jahr in die Kommode deines Lebens das Wenige, das kostbar war, und gar so Vieles, das vergebens. Wie gerne schlössest du in das Vergessen…
Du legst nun auch in diesem Jahr in die Kommode deines Lebens das Wenige, das kostbar war, und gar so Vieles, das vergebens. Wie gerne schlössest du in das Vergessen…
Mein Leben ist ein Tanz zwischen zwei Welten, zwischen dem Himmel einer Hoffnung und der Hölle der Erinnerungen. Treibend, getrieben, von Ufer zu Ufer. An keinem steht ein Haus. Das…
In manchen Nächten tanzt das Leben – Sternfunken gleich – durch unsre Träume. Ein Licht begleitet entlang der Perlen unsrer Sehnsucht. Die Angst des Tages – schweigt. Die Schreie –…
Das Schicksal lehnt die Bilder deines Lebens an den Saum der Zeit, achtlos, denn ihm sind alle gleich. Die dunklen Wellen ferner Tage schlagen ans Ufer der Erinnerung und löschen…
Über Nacht hat ein windiger Geselle die Allee am Flussufer in Brand gesteckt. Mit seinen stürmischen Backen schürt er die Flammen. Das rote Lodern des Ahorns züngelt um die Wette…
Polyphonien schaukeln von Wand zu Wand, klingelnde Einwürfe von Porzellan und Glas auf den metallenen Tabletts. Das Schnarren der Stühle über dem knarrenden Baß des geteerten Parkettbodens, Flügelschlagen der Gazetten…
Das Linzer Auge ist verschwunden! War unser Pinguin am Werk? War schlecht es angebunden? Versenkte es ein Eisesberg? Nichts dergleichen ist geschehen, nur die Blamage wird entschärft. Um sich den…
Die späten Rosen des Sommers tanzen im flüsternden Wind am Ufer des Flusses. Sie berühren einander, lächelnd. Beinahe verschämt senken sie ihre reifen Blüten. Sie stoßen aneinander, einander sanft verzeihend.…
Ei! Ei! Wer hätte das gedacht: das Linzer Auge leuchtet in der Nacht und hält in Urfahr stille Wacht. Und auch das AEC ist munter, doch leuchtet es viel bunter.…
An manchen Tagen stirbt die Zeit, mit ihr die Götter, die sie stumm begleiten. Dein stetes Sein zerfällt in tausend Zweifel, und aus den Scherben formen sich Chimären. Auch die…
Ich gleite durch den Tag hindurch. Das Leben atmet mich, die Gegenwart fließt unmerkbar in eine unersehnte Zukunft. Nichts hat Bestand, die ewig gleiche Wiederkehr des Gestern. Was früher ein…
Nachtbeladen tanzen die Tage an deinem Leben vorüber. Willst du sie halten, entgleiten sie deinen Händen. Die einen haben für dich noch ein schelmisches Lachen, die anderen spotten deiner kindlichen…
Wohin bettest du am Abend die Erinnerungen? Wo ordnest du die Bilder des leergelebten Tages? Wann verstummen jene Worte, die ohne Widerhall dir blieben? Leere ruht in deinen Händen, und…
Die Zeit spannt ihren Bogen vom Morgen bis zum Horizont. Sekunden, Stunden, Tage, Jahre, sie täuschen dich in ihren wohlgeformten Reihen, sind austauschbar. Ihr Schreiten gaukelt Fortschritt. Doch alles Wiederholung.…
Zum 1. Mai Was ist ein Versprechen? Worte, Wörter, aneinandergereiht - flüchtig wie das Glitzern auf den Wellen des Flusses. Ist das Licht der Sonne, die alles bezeugte, in der…
Ich sammle meine Gedanken wie bunte Kiesel am Ufer des Flusses, manche sind rund geschliffen von der steten Wiederkehr, manche zerbrochen vom achtlosen Gebrauch und zeigen Kanten. Die mit den…
Noch tragen die Eichen das Laub vom vergangenen Jahr. Erstarrt in der Kälte des Winters rascheln in den Ästen die versäumten Tage. Der letzte Schnee vergilbt die vom Feuer des…